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Hans Heinrich Schlubach

(9.9.1889 Hamburg – 24.11.1975 Starnberg)
Chemiker
Lichtwarkstraße 7 (Privatadresse)


Nach dem Besuch des Johanneums in Hamburg studierte Schlubach zwischen 1907 und 1912 Chemie in Göttingen und München und promovierte 1912 bei Otto Wallach in Göttingen.
Zwischen 1912 und 1914 arbeitete er als Assistent bei Hermann Staudinger in Zürich. Mit Beginn des Ersten Weltkriegs leistet Schlubach bis 1918 Kriegsdienst.
Von 1919 bis 1921 war er als Unterrichtsassistent im Chemischen Institut der Akademie der Wissenschaften in München und an der Universität in Kiel tätig; danach bis 1926 als Assistent bei Richard Willstätter in München. In der Zwischenzeit hatte er sich 1923 habilitiert und wurde schließlich 1926 an der Universität Hamburg außerordentlicher Professor für spezielle organische Chemie.
Während der Zeit des Nationalsozialismus übernahm er 1934 den Vorsitz im Vorstand des Studentenwerkes Hamburg und war von 1935 bis 1942 vertretungsweise Direktor des Chemischen Staatsinstituts an der Universität Hamburg.
1937 trat er der NSDAP bei. Schlubach soll in der Zeit des Nationalsozialismus eine Gutachtertätigkeit für eine Firma in Bitterfeld übernommen haben, die chemische Kampfstoffe herstellte.
Von 1942 bis 1956 fungierte Schlubach als Direktor des Chemischen Staatsinstituts an der Universität Hamburg und hatte an der Universität einen Lehrstuhl für Chemie.
1955 erhielt er von der Deutschen Gesellschaft für Chemiker die Emil-Fischer-Medaille verliehen. Nach seiner Emeritierung im Jahr 1956 war er von 1959 bis 1968 als Gast im Institut von Prof. Stefan Goldschmidt an der Universität München bei der Durchführung von DFG-Projekten beteiligt.